Als Freelancer eine eigene Homepage erstellen
In der digitalen Welt ist eine Homepage unverzichtbar. Doch was macht eigentlich eine erfolgreiche Homepage aus und auf was sollte unbedingt geachtet werden?
Das Wichtigste in Kürze
- Eine professionelle Homepage gehört zu den wichtigsten Marketing- und Vertriebsinstrumenten für Freelancer.
- Erfolgreiche Websites kombinieren klare Positionierung, relevante Inhalte, gute Nutzerführung und technische Optimierung.
- Suchmaschinenoptimierung umfasst heute weit mehr als Keywords und Backlinks.
- Mobile Optimierung, Datenschutz und schnelle Ladezeiten sind wichtige Voraussetzungen für Sichtbarkeit und Vertrauen.
Wozu eine eigene Homepage?
Mittlerweile ist es für nahezu jeden Freelancer essenziell, eine professionell aufgebaute und funktionsfähige Website zu besitzen. Sie dient als digitale Visitenkarte und ist häufig der erste Berührungspunkt zwischen potenziellen Kunden und dem Anbieter.
Eine gut gestaltete Homepage:
- schafft Vertrauen
- stärkt die eigene Marke
- und ermöglicht es Interessenten, sich jederzeit über Leistungen, Referenzen und Kontaktmöglichkeiten zu informieren.
Eine Homepage kann 24 Stunden lang, 7 Tage die Woche aufgerufen werden, wodurch sich potenzielle Kunden jederzeit informieren können. Damit gehört sie zu den wichtigsten Marketinginstrumenten für Freelancer.
Die technische Umsetzung einer Website ist heute einfacher als noch vor einigen Jahren. Mithilfe von Website-Baukästen und Content-Management-Systemen wie WordPress, Wix, Jimdo oder Webflow lassen sich professionelle Internetauftritte auch ohne umfangreiche Programmierkenntnisse erstellen.
Allerdings hat sich die Aufmerksamkeitsspanne der Besucher deutlich verkürzt. Umso wichtiger ist es, die Inhalte klar zu strukturieren und Besuchern schnell zu vermitteln, welche Leistungen angeboten werden und welchen Mehrwert diese bieten.
In 7 einfachen Schritten zur richtigen Website
1. Zielgruppe
Es ist wichtig zu wissen, wer die Zielgruppe ist. Dadurch können das Design und die Inhalte besser auf die Bedürfnisse der potenziellen Kunden angepasst werden.
2. Design
Das Design der Website sollte die zuvor ausgewählte Zielgruppe ansprechend und übersichtlich sein.
3. Portfolio
Eine Webseite ist die ideale Plattform, um ein Portfolio und seine eigene Persönlichkeit zu präsentieren. Vor allem als Freelancer sollte darauf geachtet werden, dass das Portfolio übersichtlich und ansprechend gestaltet ist und alle relevanten Informationen und Arbeitsproben enthält.
4. Kontaktmöglichkeiten
Was bringt eine Homepage ohne Kontaktmöglichkeiten? Richtig: nichts! Deshalb sollten verschiedene Wege angeboten werden, um mit dem Freelancer in Kontakt zu treten.
Dazu gehören beispielsweise Kontaktformular, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Terminbuchungstool oder verlinkte Business-Profile. Je einfacher die Kontaktaufnahme ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Anfrage.
5. SEO
Ebenso wichtig ist die Auffindbarkeit der Website in Suchmaschinen. Hierfür kann man verschiedene SEO-Techniken anwenden, wie z.B. die Verwendung von relevanten Keywords oder das Generieren von Backlinks.
Entscheidend ist insbesondere hochwertiger Inhalt, die Erfüllung der Suchintention, technische Optimierung, Nutzerfreundlichkeit, schnelle Ladezeiten und die mobile Nutzbarkeit.
6. Mobile Optimierung
Immer mehr Menschen nutzen das Internet über Smartphones oder Tablets. Daher sollte die Website des Freelancers unbedingt für mobile Geräte optimiert sein, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern.
7. Impressum
Jede geschäftlich genutzte Website benötigt ein Impressum, das die Kontaktdaten des Freelancers und weitere rechtliche Informationen enthält. Zusätzlich sollte eine Datenschutzerklärung vorhanden sein, die die Verarbeitung personenbezogener Daten transparent erläutert.
Gerade Kontaktformulare, Analyse-Tools oder Newsletter-Anmeldungen machen eine rechtssichere Datenschutzerklärung erforderlich.
Jetzt mag das Ganze erst einmal etwas viel wirken, doch keine Sorge. Auch hierfür steht Hilfe bereit. In den nachfolgenden Insights, sind wertvolle Tipps für die Erstellung der eigenen Website aufgeführt:
Insight #1: SEO-Maßnahmen für die Sichtbarkeit
Die wichtigste Aufgabe besteht darin, die eigene Homepage für Suchmaschinen, wie Google, sichtbar zu machen. Potenzielle Kunden sollten bei relevanten Suchanfragen möglichst direkt auf die Website gelangen.
Dabei spielen Keywords weiterhin eine wichtige Rolle. Ebenso entscheidend ist jedoch die Suchintention der Nutzer. Inhalte sollten die Fragen und Probleme der Zielgruppe möglichst umfassend beantworten.
SEO steht für Search Engine Optimization (Suchmaschinenoptimierung) und umfasst sämtliche Maßnahmen, die dazu beitragen, die Sichtbarkeit einer Website in Suchmaschinen zu verbessern.
Um die eigene Website hinsichtlich SEO zu optimieren, ist es wichtig, die eigene Zielgruppe genau zu kennen. Dafür sollte unbedingt vorab eine Zielgruppenanalyse durchgeführt und eine “Buyer Persona” erstellt werden. Beides hilft dabei, die Probleme, Wünsche und Verhaltensweisen der Kunden zu erkennen, um die Strategie entsprechend auszurichten.
Ein weiteres wichtiges Element ist die Formulierung des Meta-Titles und der Meta-Description – also des Kurztextes (Snippet), der dem Suchenden innerhalb der Suchmaschine angezeigt wird, wenn dieser nach einem bestimmten Suchbegriff sucht.
Diese sollten präzise formuliert sein und dem Nutzer bereits in den Suchergebnissen einen klaren Eindruck vom Inhalt der Seite vermitteln.
SEO für die Freelancer-Homepage: Meta-Title und Meta-Description

Insight #2: Fesselnde Inhalte
Sobald Interessenten auf den Eintrag geklickt und die Homepage besucht haben, folgt die nächste Herausforderung: Die User müssen dazu gebracht werden, sich durch die Startseite zu klicken bzw. zu scrollen. Das funktioniert allerdings nur, wenn sie schon zu Beginn den Eindruck gewinnen, dass es hier für sie interessante Infos zu finden gibt.
Ein spannender Einstieg kann über eines der folgenden Elemente erfolgen:
- eine aussagekräftige Headline
- ein professionelles Bild
- ein kurzes Vorstellungsvideo
- ein prägnantes Nutzenversprechen
Natürlich gibt es beim Erstellen einer professionellen Website noch viele weitere Möglichkeiten. Auch eine Kombination der genannten Elemente kann verwendet werden. Wichtig ist, dass die Website nicht überladen wirkt. Besucher sollten die Inhalte schnell erfassen und intuitiv navigieren können.
Außerdem sollte die Website zur „eigenen Marke“ passen und sie repräsentieren. Hierfür kann auch ein Logo mit Wiedererkennungswert genutzt werden, oder ein einprägsamer Firmenname sinnvoll sein. Grafisch aufbereitete Elemente sollten nicht billig oder provisorisch wirken – schließlich dienen die Website und das Webdesign als Instrumente zur Selbstvermarktung.
Insight #3: Besucherintention erfüllen
Das Wichtigste ist, dass die Besucherintention erfüllt werden muss. Im Optimalfall finden User direkt die Lösung für ihr Problem. Nur dann werden sie weiterhin auf der Homepage bleiben und sich intensiver mit der Website und dem Angebot auseinandersetzen.
Die Nutzer sollten die Landingpage intuitiv bedienen können, von Information zu Information und weiter zur Handlungsaufforderung geführt werden. Das funktioniert nur, wenn sie schon zu Beginn den Eindruck gewinnen, dass sie hier die Lösung ihres Problems finden werden.
Das Konzept der Webseite sollte dabei nicht in Vergessenheit geraten, denn es muss alles klar und logisch aufgebaut sein. Dabei hilft es, erst einmal mit dem großen Ganzen zu starten und dann nach und nach in kleineren Abschnitten detaillierte Beschreibungen für Teilaspekte zu erarbeiten.
Das gibt es noch zu beachten
- Die Website muss immer auf dem aktuellen Stand der Technik sein. Ein gültiges SSL-Zertifikat sowie ein responsive (mobiloptimiertes) Design, das es User ermöglicht, die Seite von unterschiedlichen Geräten wie dem Handy, dem Tablet oder dem Desktop-PC zu öffnen, sind sehr wichtig.
- Auch die Ladezeit der Website ist ein sehr wichtiger Punkt. Je kürzer, desto besser. Die Ladezeit ist ein weiterer Teil von On-Page-SEO und ein Rankingfaktor bei Google. Denn je niedriger die Ladezeit, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer abspringen.
- Das Grafikdesign sollte ansprechend gestaltet sein und zur Zielgruppe der freien Experten passen. Handelt es sich beispielsweise um einen IT-Freelancer, der als Hauptkunden die Finanzbranche hat, dann sollte das Design eher sachlich und klar aufbereitet sein. Handelt es sich um die Homepage eines Freelancers im Webdesign, so sollte die Website möglichst kreativ gestaltet sein, um die Kompetenzen des Freiberuflers so deutlich wie möglich aufzuzeigen.

Conversion: So werden Interessenten zu Kunden
Fühlen sich die Besucher von der Webseite angesprochen, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Kontaktaufnahme. Typische Conversion-Ziele sind:
- Kontaktformular ausfüllen
- Termin buchen
- Telefonisch Kontakt aufnehmen
- E-Mail schreiben
- Newsletter abonnieren
Damit dies gelingt, sollten Call-to-Actions (CTAs) gut sichtbar auf der gesamten Website platziert werden. Je klarer die Handlungsaufforderung, desto leichter fällt Interessenten der nächste Schritt.
Fazit
Die technische Erstellung einer Website ist einfacher als je zuvor und dank Baukasten- und Content-Management-Systemen mittlerweile fast ein Kinderspiel. Die wahre Herausforderung besteht also nicht in der Technik, sondern im nutzerfreundlichen Design, der Struktur und vor allem an den passenden Inhalten.
Die Erstellung einer Website kostet Zeit und kann sehr aufwändig sein. Bei Bedarf kann auch ein Webdesigner oder eine Agentur Unterstützung bieten.